HJJV News

Wir sind Weltmeister

Vom 17-19.März fanden die Jugend Weltmeisterschaften U18 – U21 in Griechenland, Athen statt. Gekämpft wurde im Ju-Jutsu Fighting, NeWaza, sowie Duo. Aus hessischer Sicht können wir erfreulicherweise 2 neue Weltmeister und eine Vizeweltmeisterin im Ju-Jutsu Fighting melden. Jennifer Günsch und Maximilian Strauch sind Weltmeister und Tanika Rundel ist Vizeweltmeisterin.  Wir gratulieren den hessischen Ju-Jutsukas zu dieser hervorragenden Leistung und danken gleichzeitig den Trainern und Vereinen für die Vorbereitung und Unterstützung. Das deutsche Team belegte im Gesamtranking aller Länder den respektvollen 2. Platz.

Text: HJJV Medienteam Bilder: DJJV

 

Hessenmeisterschaft 2017 in Maintal

Dem Aufruf des HJJV zur Hessenmeisterschaft am 11.03.2017 folgten insgesamt 159 JuJutsukas aus 21 unterschiedlichen Vereinen und boten dem zahlreich erschienen Publikum 224 teils hochspannende Kämpfe im JuJutsu Fighting sowie im NeWaza. In der Kategorie NeWaza waren insgesamt 35 Kämpfer gemeldet, hier ist ein nach oben zeigender Trend zu erkennen. Den Großteil der Kämpferinnen und Kämpfer im JuJutsu-Fighting machte mal wieder die Jugend mit 102 Startern aus. Leider waren bei den Senioren nur 22 Kämpfer/innen gemeldet, die sich aber sehr spannende und hochklassige Kämpfe lieferten. Für alle ging es ja um nicht weniger als den Titel des Hessenmeisters zu erkämpfen, glücklicherweise wurden keine ernsthaften Verletzungen  gemeldet und der ganze Veranstaltungstag lief reibungslos ab. Hier zeigte sich mal wieder die Kompetenz des HJJV, aufgrund der langjährigen Erfahrung, eine solche Meisterschaft gut organisiert und zügig durchzuführen. An dieser Stelle auch nochmal einen großen Dank an unsere kompetenten Kampfrichter, die alle Kämpfe souverän mit Ihren Entscheidungen leiteten. Auch der Budokan Maintal e.V. als Ausrichter war wieder einmal ein hervorragender Gastgeber. Erwähnenswert ist auch der JC Erbach, der mit insgesamt 19 Medaillen den Medaillenspiegel nach Vereinen anführte, gefolgt vom JC Hofheim mit 12 Medaillen und dem KSC Hanau mit 9 Medaillen.
Auch gibt es 2 neue Landeskampfrichter. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung konnten zwei Landeskampfrichteranwärter am Ende der HEM ihre neue Landeskampfrichterlizenz aus den Händen der Ressortleiterin Kampfrichterwesen, Martina Leukert, in Empfang nehmen. Die Prüfungskommission, bestehend aus Martina Leukert, dem Vizepräsidenten Leistungssport Drago Markovic und Präsident Thomas H. Meyer, betonte ausdrücklich die überdurchschnittliche Leistung der beiden, so dass nicht nur die beiden neuen Kampfrichter, sondern auch der HJJV zu Recht stolz auf seine Kampfrichter sein kann.
Herzlichen Glückwunsch an Christopher Müller und Björn Gronewold!
Die Veranstaltung endete gegen 17 Uhr mit vielen neuen glücklichen Hessenmeister/innen.

Bilder: Stefan Lechthaler Text: HJJV Medienteam

Landestechnikerlehrgang „Beintechniken“ dynamisch und spektakulär

Am 4. März 2017 veranstaltete der HJJV einen Landestechnikerlehrgang mit Kai Müller. Kai hat den 4. Dan Ju Jutsu, 7. Dan Taekwondo, 2. Dan Karate und  die Trainer -A-Lizenz. Er betreibt den Kampfsport seit 1984, also ein mehr als kompetenter Lehrer, wenn es um die Vermittlung von Beintechniken geht. Dem Aufruf zum Lehrgang folgten ca. 50 JuJutsuka aus ganz Hessen und waren gespannt, was auf sie zukommen wird. Kai begann nach einer kurzen Begrüßung erstmal mit einem Aufwärmprogramm, dies ist sehr wichtig um verletzungsfrei kicken zu können und auch um den maximal möglichen Bewegungsradius zu erarbeiten. Dann ging es auch schon los mit Beintechniken in Kombination. Diese konnten die Teilnehmer dynamisch mit Partner trainieren und später kam dann noch die Pratzenarbeit hinzu. Der Lehrgang war wie folgt aufgebaut:

1. Teil:
Techniktraining: 5 verschiedene Varianten des Halbkreisfußtritts
2. Teil:
Verschiedene Reaktionsübungen zur Verbesserung der Handlungsschnelligkeit
3. Teil:
Übertrag der geübten Techniken und Reaktionsübungen auf drei unterschiedliche Situationen in der Selbstverteidigung

Nach 3 Stunden Kicks gingen die Teilnehmer dann gut gedehnt und wahrscheinlich mit einem kleinen Muskelkater wieder nach Hause. Der Spaß und Lernfaktor war auf jeden Fall gegeben.

Nachfolgend findet ihr noch ein paar interessante Gedanken von Kai, die er uns nach seinem Lehrgang mitteilte.
Woher bekommst du den Input für neue Techniken?
Lehrgänge, Videos, Bücher
Was waren deine Überlegungen zu diesem Lehrgang?
Besonderheiten der Taekwondo-Beintechniken vermitteln. Übertrag dieser Besonderheiten zum JJ verdeutlichen (z.B. in der SV).
Das Thema Dehnen unterliegt ja tendenziellen wissenschaftlichen Schwankungen in der Bewertung für den Nutzen. Mal ist es wichtig, mal überbewertet. Wie siehst du das? Kannst du uns hier über deine eigenen Erfahrungen berichten?
Für schnelle hohe Beintechniken ist intensives Dehnen eine Voraussetzung. Dabei geht es weniger um das einzelne Training. Wenn ich gut aufgewärmt bin, kann ich auch ohne viel Dehnung hoch kicken. Aber regelmäßiges Dehnen erhöht meine Grundflexibilität.
Du bist ja sehr gelenkig, arbeitest du täglich an deiner Beweglichkeit und wie sieht bei dir so eine Dehnroutine aus?
Ja täglich. Gut aufwärmen und dann lange Dehnungsphasen in einer Position.
Rollst du schon, in Bezug auf Faszienrollen, was ja die Beweglichkeit stark erhöhen soll?
Das ist eine gute Ergänzung.
Hast du noch Tipps für uns, wie JuJutsuka ihre Kicks verbessern können?
Regelmäßiges Dehnen ist eine Voraussetzung. Genauso wichtig ist aber, an einer exakten Technik zu arbeiten.
Hast du auch noch spezielle Tipps für unsere Wettkämpfer, um Schnelligkeit und Timing zu verbessern.
Reaktionsübungen zur Verbesserung der Handlungsschnelligkeit sind eine gute Trainingsmethode.
Wie hältst du dich ansonsten fit? Machst du auch noch andere Sportarten?
Nur Ju-Jutsu und Taekwondo. Dazu ein Fitnessprogramm (Grundlagen Ausdauer/Kraft) vor EM und WM.
Wie siehst du die Entwicklungen im Taekwondo, Karate und JuJutsu?
Alle drei Kampfsportarten haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt und professionalisiert. Gerade im Leistungssport wird das deutlich. Dabei sollten aber die traditionellen geistigen Inhalte der Kampfkünste nicht verloren gehen, die sich gerade in der Vermittlung von positiven Charaktereigenschaften bei Kindern und Jugendlichen zeigen. Diese machen sicherlich einen wichtigen Unterschied zu reinen Sportarten wie zum Beispiel Fußball aus.
Wie lautet dein Lebensmotto?
Ich habe keins. Aber Beständigkeit ist sicherlich etwas, was mich auszeichnet.

Wir danken Kai für seine Mithilfe an der Verbesserung unserer Beinarbeit und dem Ausrichter Sport Club Budokan Maintal e.V., der wieder einmal ein hervorragender Gastgeber war.

Nachfolgend ein paar Impressionen

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 



Sichtungslehrgänge Jugend in Limburg und Erbach

Um sich für den Jugendkader zu qualifizieren, kamen am 4. Februar und 4. März insgesamt 38 Athleten nach Limburg bzw. Erbach im Odenwald. 

An beiden Terminen überprüften die Landestrainerinnen Manuela Lukas und Claudia Behnke die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer aus den Altersklassen U10 bis U15. Hierbei wurde besonders Wert auf die Koordination und Beinarbeit gelegt. Natürlich standen auch viele Randoris auf dem Programm, bei denen die jungen Athleten ihr Können präsentierten.

Die Landestrainerinnen bedanken sich bei den Vereinen JC Limburg und JC Erbach, die wieder einmal ihre Hallen für uns öffneten, und damit seit vielen Jahren das Training des Landeskaders Jugend möglich machen.

Die endgültige Entscheidung über die Mitgliedschaft im Jugendkader erfolgt nach den Hessenmeisterschaften am 11. März und wird dann den Vereinen und Athleten bekannt gegeben.

Die Landestrainerinnen freuen sich auf spannende Kämpfe, eine tolle Saison 2017 und wünschen viel Erfolg.   

Bericht und Foto: Claudia Behnke

Schießen in Nahdistanz unter Einwirkung eines Angreifers

Bei einem Angriff mit einem Messer oder einer Schusswaffen auf einen Polizeibeamten kommt es mitunter zur Konfrontation im unmittelbaren Nahbereich. Dabei können die konventionellen Anschlagsarten mit den dienstlichen Waffen zur Bewältigung dieser Extremsituation kontraproduktiv sein. In dem Seminar wurden deshalb Techniken und Taktiken trainiert, um die Chancen für eine erfolgreichere Lösung dieser Situationen zu erhöhen und möglichst verletzungsarm zu überstehen. Gleichzeitig wurden auch die für den Polizeibeamten ungünstigen Positionierungen allein und als Funkstreife thematisiert, so dass hier eine einfache Handlungsroutine trainiert werden konnte, die es auch dem Streifenpartner erlaubt, unterstützend bei einem Angriff einzugreifen.
Mit Thomas Neu, Polizeireferent im Ju-Jutsu Verband Bayern und Einsatztrainer der Bayrischen Bereitschaftspolizei, ist es der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kooperation mit dem Hessischen Ju-Jutsu Verband e.V. bei der zweiten Auflage dieser Fortbildungsveranstaltung gelungen, einen der Topreferenten am Samstag, 25. Februar 2017 nach Kassel zu holen.
Nach Begrüßung durch die Abteilungsleiterin des Studienortes Kassel Sigrid Josephs, und dem Polizeireferenten des HJJV Martin Silbersack, ging es direkt in die Praxis mit den nötigen Einsatzmitteln zum Training.
Gerade die aktuelle Thematik des dynamischen Angriffs auf Personen bannte die gut 40 Beamten von Justiz, Polizei, Bundeswehr und Zoll aus Hessen und den umliegenden Bundesländern an diesem sehr kurzweiligen Nachmittag. Umso erfreulicher wurde das Kaffee- und Kuchenangebot des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel e.V. im Anschluss an das Training angenommen.

Domstadt-Pokal 2017

Am 18. Februar fand wieder das mittlerweile traditionelle Domstadt-Pokal Turnier in Limburg statt. Insgesamt folgten dem Aufruf über 120 JuJutsukas aus 16 verschiedenen Vereinen und boten sehr spannende Kämpfe im Ju-Jutsu Fighting und auch im  BJJ-NeWaza. Der HJJV veranstaltete auch dieses Turnier wieder hochprofessionell und gewährte einen reibungslosen Ablauf. Es wurde auf 3 Matten gleichzeitig gekämpft und die jeweils 3 Kampfrichter pro Matte hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um die Kämpfer mit entsprechenden Punkten im Ju-Jutsu Fighting System zu honorieren. Hier schenkten sich die Kämpfer nichts und boten dem zahlreich erschienen Publikum ein wahres Feuerwerk an Techniken und Kampfgeist. Schön war auch zu sehen, dass das Niveau im BJJ-NeWaza immer besser wird, auch hier gab es sehr tolle Kämpfe zu sehen.
Auffallend war, dass diesmal sehr viele Kinder und Jugendliche gestartet sind, hier wird man bestimmt in der  Zukunft von dem/der einen oder anderen Kämpfer/in auch internationale Erfolge sehen. Die Zukunft  des Wettkampfes und Leistungssports scheint hier gesichert zu sein.
Der JC Erbach startete mit der größten Kämpfergruppe und nahm  den Wanderpokal  verdient mit nach Hause.
Ein ganz großer Dank gebührt hier mal wieder Drago Markovic und Martina Leukert für die Organisation und Leitung des gesamten Teams, sowie allen Kampfrichtern, Helfern und  dem JC Limburg.
Wir möchten alle Mitglieder einladen, am 11. März die Hessenmeisterschaft in Maintal zu besuchen. Bringt eure Verwandte und Freunde mit, wir garantieren wieder hervorragende Kämpfe auf hohem Niveau.

Nachfolgend ein paar Impressionen von dem gelungenen Wettkampftag:

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Stefan Lechthaler, Lissy Friedrich

Landestechniklehrgang Abwehr von Kontaktangriffen

Am 4. Februar 2017 fand in Bad Arolsen ein Landestechniklehrgang mit Christopher Müller statt. Christopher hat den 3. Dan JuJutsu, den  1. Dan Jiu-Jitsu und  ist Kämpfer im A-Kader JuJutsu-Fighting sowie Landestrainer in Hessen. Hier stand also ein kompetenter Referent mit viel Wettkampferfahrung auf der Matte. Der Schwerpunkt des Lehrgangs lag auf der Abwehr von Kontaktangriffen. 
Nach einer kurzen Aufwärmphase startete der Lehrgang mit der Abwehr von Kontaktangriffen durch Atemi Gegentechniken. Diese wurden mit Hilfe von Pratzen auch realistisch trainiert. Die Teilnehmer waren gefordert die Angriffe vielseitig und abwechslungsreich zu gestalten.
In einer kleinen Pause stärkten sich die ca. 50 Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen und folgten dann der zweiten Hälfte mit einer Einheit am Boden. Hier wurde eine Technikserie erarbeitet.
Im Mittelpunkt war hierbei die Guard-Position, daraus entwickelte Christopher die folgende Technikserie:
Alles begann aus der Kontrolle des Gegners in der eigenen Rückenlage, daraufhin folgten Gegentechniken, für den Fall, dass sich der Gegner löst und sich in den Kniestand aufrichtet. Die nächste Stufe zielte dann darauf ab den Gegner zu Fall zu bringen, nachdem sich dieser komplett in den Stand begeben hat. Die Technikserie zeigte einen Ausschnitt aus der Verteidigung gegen einen aufgerichteten Partner im Kniestand. Christopher reagierte auf den Partner mit einem Hüftsweep und brachte ihn somit unter Kontrolle.
Nach dem Lehrgang zeigten die vielen erschöpft lächelnden Gesichter, dass der Referent seine Aufgabe gut erfüllte und auch die Trainingsatmosphäre auf der Matte war wie immer wieder super.
Ein ganz dickes Dankeschön geht nicht nur an Christopher Müller, sondern auch an den BC Arolsen, der kurzfristig die Ausrichtung des Lehrgangs übernahm, da die ursprünglich vorgesehene Halle gesperrt wurde, und die Halle und den Mattenaufbau/-abbau organisierte. Ohne diese Hilfe wäre der Lehrgang nicht möglich gewesen. Vielen Dank nochmal an alle Helfer!

Text: HJJV Medienteam mit freundlicher Unterstützung von Gilbert Waninger
Foto: Gilbert Waninger

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