Landestechniklehrgang Senioren

Am 01.06.2919 fand der diesjährige Landestechniklehrgang Senioren in Frankfurt statt. Der Lehrgang wurde von Heinrich Kuhlmann, der auch für das Ressort Seniorensport im HJJV zuständig ist, geleitet. Heinrich betreibt schon seit Jahrzehnten Ju-Jutsu und kennt sich sehr gut darin aus, wie man technische Inhalte an Sportler im fortgeschrittenen Lebensalter vermittelt.
In der Vorbereitung zum Lehrgang wurde über die Themen und die Ausrichtung des Lehrgangs intensiv nachgedacht. Zum einen darüber, ob ausschließlich
1.  Ein Techniklehrgang bzgl. altersgemäße Ausrichtung von Atemi-, Wurf- und Hebeltechniken durchgeführt wird, oder ob …
2.  im Hinblick der Präsenz des Themas in den Vereinen, exemplarisch ein Vereinstraining mit den Schwerpunkten Methodik und Vermittlung von Ju-Jutsu Training für Senioren angeboten wird.
Letztlich entschied sich das Referententeam für die zweite Variante mit der Absicht, das Training für Ältere und betagte Mitglieder sowie für Trainer und Interessierte perspektivisch zu öffnen. Damit verbunden ist gleichzeitig die Aufgabe des Ressortleiters Senioren eine konkretisierte Profilierung des Bereichs Seniorensport im Kontext der klassisch durchgeführten Landestechniklehrgänge zu setzen.
In der Realisierung wurde ein 90-minütiges, fiktives und rein praktisches Vereinstraining mit den Lehrgangs-TN durchgeführt, in dem methodisch hin- und einführend auf die Bereiche Aufwärmen, Sturz seitwärts, Rolle vor- und rückwärts (mit Partner- und Gerätehilfe), altersgemäßes Wurftraining (am Bsp. Hüftwurf) und Allgemeines zum Hebeltechniktraining im Alter eingegangen wurde.

In einer verlängerten Kaffeepause erfolgte ein Impulsvortrag zur Unterrichts-/Vermittlungslehre, um die Erfahrungen in den Praxisangeboten gemeinsam kurz zu reflektieren.
Der letzte Lehrgangsinhalt mit dem Schwerpunkt "Sinn oder Unsinn" einer persönlichen "Aufrüstung" im Alter wurde theoretisch und praktisch am Beispiel des richtigen Umgangs und Einsatzes von Tierabwehr-/Pfefferspray erarbeitet.
Am Ende des Lehrgangs wurden die TN aufgefordert, beim Verlassen der Halle ihre Meinungspunkte auf eine vorbereitete "Bewertungs-/Auswertungszielscheibe" zu setzen. Dieses Feedback stellt eine wertvolle Unterstützung der Referenten bei der Planung zukünftiger Angebote dar.

Dies war ein Lehrgang der besonderen Art, der zeigt, dass Ju-Jutsu auch bis ins hohe Alter erlernbar ist. Auch für Ju-Jutsuka, die schon länger dabei sind, ist das Alter keine Hürde, sondern Motivation. Der HJJV unterstützt alle Mitglieder in der zweiten Lebenshälfte mit vielen Angeboten, u.a. auch mit der Prüfung 40+.
Der Lehrgangsinhalt wurde von den Teilnehmern mit großem Interesse aufgenommen.

Bericht: Heinrich Kuhlmann
Fotos: Ulrike Kuhlmann

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