HJJV News

Neue Kursleiter für Frauenselbstverteidigung im HJJV

13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im März die Kursleiterlizenz FrauenselbstSicherheit im HJJV erworben. Dem Prüfungstag am 24. März, an dem eine schriftliche Prüfung und eine Lehrprobe absolviert werden mussten, ging eine zweitägige Ausbildung im Februar voraus, bei der die angehenden Kursleiterinnen und Kursleiter auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet wurden.

Das Ausbildungsprogramm, das vom Referententeam Lisa Mundt und Oliver Peter neu ausgearbeitet wurde, soll vor Allem praxisnah vermitteln, was es heißt, einen Selbstverteidigungskurs für Frauen abzuhalten. Referenten und Teilnehmer waren gleichermaßen motiviert und mit Spaß bei der Sache, so dass die zwei Tage trotz der Fülle an Themen und Inhalten wie im Flug vergingen.
Die Ausbildung startete mit der Frage „Was ist eigentlich SV?“, um ein gemeinsames Verständnis davon herzustellen, was sinnvoll in einem SV-Kurs für Frauen vermittelt werden kann. Um den Praxisbezug möglichst eng zu halten folgten am ersten Tag Übungen aus den Bereichen Kennenlernen, Aufwärmen, Zweikampfspiele, Selbstbehauptung und Stimmeinsatz – so, wie sie auch in einem tatsächlichen SV-Kurs abgehalten werden können.
In den zweiten Ausbildungstag startete die Gruppe mit der Ausarbeitung eines Anforderungsprofils für KursleiterInnen. Außerdem wurde exemplarisch der Ablauf eines SV-Kurses geplant, um eine Grundlage für das Ausarbeiten eigener Kurse zu legen. Input dazu konnten neben den Referenten vor Allem auch die Teilnehmer geben, die an diesem Tag für die Verlängerung ihrer Lizenz dazukamen.
Anschließend wurde die Gruppe geteilt, und für die angehenden Kursleiterinnen ging es mit der Auswahl und Vermittlung von Techniken weiter, die für einen SV-Kurs geeignet sind – mit der Erkenntnis, dass „einfach“ nicht gleich „einfach“ ist. Die Verlängerer erarbeiteten ein Konzept für einen möglichen Aufbaukurs, das sie im Anschluss im Plenum vorstellten. Gemeinsam ging es dann wieder in den praktischen Teil, bevor zum Abschluss der Ausbildung noch ein Vollschutzanzug zum Einsatz kam. Input zu Zielgruppen, Formen von Gewalt gegen Frauen, Prävention, Waffen und Notwehr / Nothilfe rundete die Ausbildung ab.
Wir gratulieren allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen noch einmal herzlich zur neu erworbenen Lizenz und freuen uns, wenn die Kursleiterausbildung im nächsten Jahr ebenso gut angenommen wird.

Bericht und Fotos: Lisa Mundt

Ein Landestechniklehrgang mit sehr viel Spaß und Spiel

Am 06. April 2019 fand ein Landestechniklehrgang  des Hessischen Ju-Jutsu Verbandes für Familien statt. Ausrichter war der Judo Club Limburg. Als Referentin konnte Frau Dr. Simone Schmitt-Jacobs (6. Dan Ju-Jutsu, Trainerin B Leistungssport) gewonnen werden. Unterstützt wurde sie von ihrem Sohn Marlon Witte.

Die Themen waren  Ju-Jutsu Spiele, Kombinationen und Trainingsformen für die ganze Familie. Als Übungspartner standen sich immer ein Erwachsener und ein Kind gegenüber. Simone Schmitt-Jakobs gestaltete den Lehrgang sehr abwechslungsreich und wechselte immer zwischen Spielen und Techniken ab. In der ersten Phase wurden Bodentechniken,  Atemitechniken  und dann Würfe erlernt.
Den knapp 30 Teilnehmern war anzusehen, dass dieser Lehrgang sehr viel Spaß machte. Von Langeweile keine Spur -  im Gegenteil - nach drei Stunden hätten sie gerne noch weitergemacht.
Am Ende des Lehrgangs zeigten sich die Teilnehmer sehr zufrieden und Thomas Prill bedankte sich im Namen des Judo Club Limburg bei Frau Dr. Simon Schmitt-Jacobs und überreichte ihr einem Blumenstrauß.

Bericht und Foto: Lissy Friedrich vom Judo Club Limburg

 

 

Peter Schira gibt Landestechniklehrgang

Am Samstag, den 23.03.2019 fand in Bad Arolsen der erste Landestechniklehrgang im Brasilianischen Jiu-Jitsu statt. Ausgerichtet wurde er vom Budo-Club Bad Arolsen. Peter trägt den dritten Dan im Brasilianischen Jiu-Jitsu und ist aktiver Trainer. Außerdem hat er schon viele Wettkämpfe bestritten und schöpft aus diesen Erfahrungen.
Thema des dreistündigen Lehrgangs waren „Submission und Sweeps. Peter gestaltete den Lehrgang für Anfänger und für Fortgeschrittene. So konnte jeder einen Teil mit nach Hause nehmen und für sich die besten Techniken herausfinden. Angefangen hat das Training mit einem Aufwärmen, das den Puls in die Höhe getrieben hat und gleichzeitig die Dehnung von Armen und Beinen berücksichtigte. Der Technikteil fand aus der Guard-Position statt. Peter zeigte einen sogenannten Kimura. Dabei ging er auf die wichtigen Details ein, damit der Hebel ohne Kraft funktioniert. Danach wurde eine Weiterführung gezeigt, wenn der Gegner sich gegen den Kimura wehrt und in seinen eigenen Gürtel greift. Nach dem die Techniken fleißig trainiert wurden gab es eine Kaffee- und Kuchenpause, der von den Mitgliedern des BCA gespendet wurde. Eine Stunde blieb dann für die Sweeps. Da zeigte Peter eine Technik, die auch aus dem Kimura heraus entstand. Ähnlich wie beim Pendelsweep wurde der Partner in die Rückenlage gebracht. Die neuen oder aufgefrischten Techniken konnten am Ende im halbstündigen „Rollen“ erprobt werden. Die knapp 30 Teilnehmer gingen nach den drei Stunden mit neuen Ideen und wichtigen Details von der Matte.
Herzlichen Dank an Peter Schira und natürlich an die Helfer des Budo-Club Bad Arolsen, für Kaffee, Kuchen und den Mattenauf- und abbau.

Bericht und Foto: Doreen Albrecht vom Budo Club Bad Arolsen 1975 e.V.

Erstes offizielles Kadertraining

Im ersten offiziellen Kadertraining der U21 und Senioren Fighting 2019 hatten wir die großartige Gelegenheit, die Kampfrichterfortbildung des DJJV mit authentischen Kämpfen zur Einarbeitung in das VideoCareSystem zu unterstützen. Da dieses System weltweit immer häufiger eingesetzt wird, war das eine klasse Gelegenheit für beide Seiten zu profitieren. Die Kampfrichter konnten sich in Ruhe in das neue System einarbeiten und die Kämpfer haben bereits vor den ersten Meisterschaften mit dem System eine gute Erfahrung damit gewinnen können. Auch gibt es hierbei die Möglichkeit für verletzte Athleten die Kampfrichterseite kennen zu lernen und ihr Team mit ihrem Beitrag zu unterstützen, sowie selbst neue Erkenntnisse für den Sport zu gewinnen. Der Kader wird von Leonard Hies und seit den Hessenmeisterschaften von Rado Mollenhauer erfolgreich geleitet. Beide sind sehr engagiert und um ihre Athleten bemüht. Diese hatten durch ein gutes Trainerteam, tolle Partner und wettkampfähnliche Bedingungen ein erfolgreiches Training und wir wünschen unserem Hessischen Team weiterhin so gute und verletzungsfreie Trainings und eine erfolgreiche Westdeutsche Meisterschaft!


Bericht und Foto: Annika Meyer

 

Gut besuchter Kinder Lehrgang in Baunatal

Am Sonntag, den 10.03.2019, fand in Baunatal der erste Ju-Jutsu Landestechniklehrgang für Kinder 2019 statt. Es kamen knapp 50 Kinder mit ihren Trainern aus 6 Vereinen in Nordhessen zusammen, um dieses Event gemeinsam zu begehen. Bei den Landestechniklehrgängen handelt es sich nicht um eine Wettkampfsituation, sondern die Weiterbildung der Sportler steht hier im Vordergrund.

An diesem Sonntag stand das Thema Brazilian Jiu-Jutsu auf der Tagesordnung, in dem es besonders um die Verteidigung in der Bodenlage ging. Der Hessische Ju-Jutsu Verband hatte Nina Riedemann als Referentin für diesen Lehrgang
eingeladen. Im Januar belegte sie den 3. Platz auf der BJJ (Brazilian Jiu-Jutsu) Europameisterschaft und stellte so unter Beweis, dass sie die richtige Wahl für diese Thematik ist.
Erst einen Tag vor Lehrgangsbeginn kämpfte Nina in Maintal auf der Hessenmeisterschaft in Ju-Jutsu und wurde dort zur Hessenmeisterin in ihrer Klasse gekürt. So kam sie am Sonntag noch ein wenig muskulär ermüdet zum Lehrgangstermin.
Dies änderte sich aber schlagartig nach dem „Angrüßen“ der Sportler, denn da  war sie wieder „on point“ fit. Während der Aufwärmphase wurden schon kleine Rangeleien und „Kampfspiele“ eingebaut. Hier wurde den „kleinen“ Sportlern gezeigt, dass ein Kampf ohne „Aggression“ und Wettkampfbedingungen locker sein kann und richtig Spaß bereitet.

Beim Erklären der Techniken kam der Referentin zu Gute, dass sie gelernte Grundschullehrerin ist. Sie hat es immer wieder geschafft, dass die Kids ihr fokussiert zusahen und so das Gezeigte schnell umsetzen konnten.
Besonders faszinierte die Kids, dass Kampfsituationen in eigener Rückenlage am Boden noch lange nicht verloren sind. Auch hier gibt es Mittel und Wege, den Gegner  (der über einem ist) zu kontrollieren und so auch letztendlich aus diesen Situationen  zu entkommen.


In der letzten Phase des Lehrgangs konnten die Sportler das Gelernte in kleinen lockeren Kämpfen in der Praxis ausprobieren. Die ganz mutigen Kids konnten auch ihr Können gegen einen Trainer oder die Referentin  unter Beweis stellen.

Nach  über 2 Stunden Lehrgang waren nicht nur die Kinder über das neu Erlernte glücklich, sondern auch viele Eltern, die den Sonntagnachmittagstermin wahr nahmen um Ihren „Kleinen“ mal beim Sport zu zuschauen.

 

Inklusion ist beim HJJV GROß geschrieben

Beim HJJV ist jeder Mensch mit Einschränkung auf der Matte willkommen. Das beste Beispiel ist unser Ju-Jutsuka Yakup, der durch einen Gendefekt verursachte Einschränkungen hat. Dies hält ihn aber nicht davon ab, regelmäßig zu trainieren. Jetzt ist er zum ersten Mal auf der Hessenmeisterschaft in der Disziplin Ne-Waza angetreten und bestritt 2 Kämpfe. Als Yakup die Matte betrat, stand die Halle kurz Kopf und die Zuschauer und Wettkämpfer feuerten Yakup lautstark an. Diese Unterstützung und das damit verbundene Verständnis, Menschen mit Einschränkungen zu inkludieren, ist beim HJJV und seinen Mitgliedern eine Selbstverständlichkeit. Aus diesem Anlass konnten wir mit Yakup ein kurzes Interview führen, das ihr nachfolgend lesen könnt.

Hallo Yakup, bitte stelle dich unseren Lesern kurz vor.
Mein Name ist Yakup Mutlu 1.Dan Ju-Jutsu, Purple Belt BJJ , Gründer und Trainer der Ju-Jutsu Abteilung des 1.JV Langen. Von Beruf her bin ich Physiotherapeut und Sport Mental Coach

Du bist ja bei den Hessenmeisterschaften im Ne-Waza gestartet. Wie war diese Erfahrung für dich?
Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was mich erwartet. Ich konnte aber die vielen Fragezeichen in den Köpfen sehen. Ich wollte einfach meine Schützlinge nicht alleine starten lassen.

Wie kamst du zum Ju-Jutsu?
Als Jugendlicher wurde ich immer in der Schule gemobbt und gehänselt und so hat mein Vater mich zum nächstliegenden Sportverein gebracht. Dort habe ich meine Trainer Uwe Fischer und Viola Krause kennengelernt. Durch viele Trainingseinheiten und viele Einzelgesprächen mit Uwe wurde ich langsam immer selbstbewusster. Durch Viola kam ich zum Wettkampf und irgendwann habe ich den Frank Witte kennen gelernt. Seine Art, wie er trainierte, hat mich so begeistert, dass er mein Vorbild wurde.  Durch ihn habe ich auch meine ersten Erfahrungen im Bodenkampf gemacht und so bin ich einfach bei Ju-Jutsu hängen geblieben.

Wie sieht bei dir eine sportliche Woche aus? Wie oft trainierst du und was?
Außer Samstag trainiere ich jeden Tag, manchmal sogar Doppeleinheiten. Hauptsächlich trainiere ich BJJ und Crossfit.

Hast du einen Trainingsplan?
Ja, meine Freundin ist schon genervt weil ich zu wenig Zeit für sie habe, also kommt sie oft mit.

Was bedeutet der Sport für dein Leben?
Wo soll ich da anfangen?  Abtauchen in andere Welten, sich verwirklichen, sich spüren, es genießen, sich kritisieren, für andere da sein usw.

Wie kann man bei Menschen, die keine Einschränkung haben, ein Bewusstsein für Leute mit Einschränkung schaffen?
Es  ist nicht einfach sich in etwas hinein zu versetzen, was man nicht hat. Deshalb ist es wichtig  dass wir den ersten Schritt machen müssen, um Kontakt aufzubauen, dann kommen auch die ersten Fragen.

Was sind deine weiteren sportlichen Ziele?
Eine Reise nach Brasilien, um dort bei mehreren Akademien zu trainieren. Dann würde ich gerne noch ein paar Turniere bestreiten und würde echt gern mal mit McKenzie Dern rollen wollen.

Hast du ein Lebensmotto?
Das habe ich wirklich.
„Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.“
Theodor Fontane

Vielen Dank für das Interview, Yakup

Nachfolgend findet ihr noch ein paar Impressionen von der Hessenmeisterschaft.

Bericht, Interviews und Fotos: HJJV Medienteam

 

Neues Landesleistungszentrum für Wettkampf in Maintal

Während den Hessenmeisterschaften wurden die Verträge für das neue Landesleistungszentrum in Maintal unterschrieben. Somit bekommt unser Landeskader eine neue Trainingsstätte. Der Budokan Maintal stellt unseren Athleten seine voll ausgestattete Halle mit fest verlegten Matten und Trainingsmaterial in Kooperation mit dem HJJV zur Verfügung. Den Vertrag unterschrieben der Präsident des HJJV, Thomas H. Meyer, und der erste Vorsitzende des Budokan Maintal, Ervin Susnik.

Das neue Landesleistungszentrum Wettkampf befindet sich in der Ascherstrasse 62 in 63477 Maintal und ist mit seiner zentralen Lage für alle gut zu erreichen.

 

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