HJJV News

4. Dan Ju-Jutsu für Vizepräsident des DJJV Patrick Wendt

Eine besondere Überraschung wurde Patrick – Paddy – Wendt, dem Vizepräsident Leistungssport des DJJV und ehemaligen Vizepräsident Leistungssport des HJJV, am vergangenen Samstag zu Teil. Anlässlich des Jubiläumslehrgangs des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel e.V., zum 30jährigen Bestehen der Abteilung Ju-Jutsu und Modern Arnis, wurde ihm durch den Hessischen Ju Jutsu Verband e.V. der 4. Dan Ju Jutsu verliehen.



Patrick, welcher nunmehr seit 14 Jahren im Polizeisportverein Mitglied ist, hatte das Glück Schüler und Wegbegleiter von Herbert Frese zu sein. Somit gewann er schon früh einen tiefen Einblick in das Ju-Jutsu und hatte die Gelegenheit den Spaß und die Philosophie, die Herbert vermittelte, zu erleben. Patrick lebt dies in seinem Ju Jutsu weiter.

Martin Silbersack (VP Breitensport Hessen) würdigte in seiner Ansprache die Verdienste von 10 Jahren als Vorstandsmitglied im Verein, den Tätigkeiten im Landesverband Hessen und der Arbeit als Präsidiumsmitglied im Deutschen Ju-Jutsu Verband.
Doch Paddy treibt unser Ju-Jutsu nicht nur im Verband und Verein voran, sondern nutzt auch immer wieder die Gelegenheit zur Stärkung unseres Sportes in der Polizei Hessen. Als Ausbilder von Polizeikommissar-Anwärtern und Ausrichter oder Organisator von Polizeimeisterschaften und Lehrgängen verbreitet er das Ju-Jutsu auch im täglichen Dienst.

Sein Engagement für das Ju-Jutsu geht im beruflichen wie privaten immer über die Erfüllung seiner Ämter hinaus. Im PSV Grün-Weiß Kassel ist er eine treibende Kraft und steht jeder Idee, die das Ju-Jutsu voran bringt, mit Rat und Tat zur Seite.

Man sagt: „EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT!“. Mit der Verleihung der Graduierung zum 4. Dan Ju-Jutsu möchten wir unseren Respekt vor den Leistungen von Patrick Wendt ausdrücken. Eine Ehre, welche er in jeder Hinsicht verdient hat!

Bericht und Foto: HJJV Medienteam

 

Kinder Landestechnikerlehrgang in Hünfeld mit Stefan Brüning

Landestechnikerlehrgang für Kinder und Jugendliche beim KSC e.V. Hünfeld / junge Kampfsportler mit großem Spaß auf der Matte. Thema des Lehrgangs waren Bewegungsformen, sowie Atemitechniken. Referent war Stefan Brüning (3. Dan JJ)
Insgesamt 37 junge JuJutsuKas und 18 Trainer davon insgesamt 25 Kampfsportler vom Kampfsport Club Hünfeld e.V. (KSC) konnte der erste Vorsitzende des Vereins, Alexander Traud, zum diesjährigen Landestechniklehrgang für Kinder und Jugendliche des Hessischen Ju-Jutsu-Verbandes e.V. (HJJV e.V.) in der Hünfelder Kreissporthalle begrüßen.
Interessiert und aufmerksam folgten die Teilnehmer dem Referenten des HJJV, Stefan Brüning, bei seinem etwa zweistündigen, praktischen Einblick zum Thema „Atemitechniken und fundamentale Bewegungsformen“. Zielsetzung des Lehrgangs war es, die auch für die Gürtelprüfungen wichtigen Atemitechniken zu vermitteln. Hierbei beschäftigten sich die Teilnehmer auf spielerische Art und Weise vor allem mit den Elementen Timing, Distanzgefühl, Übersicht und Dynamik. Auch die anwesenden Trainerinnen und Trainer erhielten Anregungen und neue Methoden für das Training mit Kindern und auch für das eigene Training.
Mit verschiedenen Spielen, Partnerübungen und Koordinationsaufgaben – vor allem aber mit viel Spaß waren die TN die gesamten 3 UE bei der Sache. Nach Aussagen der TN kam das Spiel „Coach“ ( eine Einführung in das Pratzentraining) besonders gut an.  Hier ein kleiner Einblick in die gezeigten Inhalte:

Warm up (zum gegenseitigen Kennenlernen und Berührungsängste abzubauen) Hier gab es ein Laufspiel mit verschiedenen Kommandos und Schwierigkeitsstufen:
Kommando: so viele Hände Schütteln wie es geht
Kommando: so viele Schultern klopfen wie es geht
Kommando: so viele Knie berühren wie es geht

Zahlenspiel 1-3
1: Verteidigungsstellung
2: Sturz seitwärts
3: hinsetzen

Kooperationsspiel Statuen bilden
Gruppenbildung und pro Gruppe dürfen nur 2 Hände, ein Fuß und ein Po den Boden berühren)
anschließend ging es dann in die erste Partnerübung mit Klatschen.
Partnerweise voreinander so dass bei Handballenstößen sich die Hände berühren
Handballenstoß re
Handballenstoß li
Handballenschlag re
Handballenschlag li
Nach geradlinigen Techniken klatscht man in die Hände

Fangen spielen
Derjenige der gefangen wurde  – wird mit einer Pratze geschlagen und muss sich mit Passivblock schützen
Stufe 2:    Wer eine richtige Verteidigungsstellung macht und gut STOPP brüllt ist sicher
Stufe 3:    Man muss jemandem helfen und für einen Bedrängten STOPP sagen
Spiel Coach

Basis Pratzenübungen

Jab, Cross, Knie, Fußtritt vorwärts, Fersenschlag abwärts, 4er Schlagfolge des
Pratzenhalters

Und schon war die schöne Zeit vorbei.
Allen Teilnehmern machte es sichtlich Spaß, die abwechslungsreichen Techniken auszuprobieren und am Ende des sportlichen Tages machten sich alle, bepackt mit allerlei neuen Tricks und Tipps, zufrieden auf den Heimweg.



Bericht: Alex Traud und Stefan Brüning
Fotos: Alex Traud

German Open 2016

Am 24. und 25. September fanden die German Open im Ju-Jutsu in der Veltins Arena in Gelsenkirchen statt. Aus gut 20 Nationen waren knapp 1200 Sportler und Sportlerinnen angereist. Unter ihnen auch zahlreiche Athleten und Athletinnen aus unseren hessischen Vereinen.
Zeitgleich zu den German Open wurden die Jugendeuropameisterschaften U18 ausgerichtet. Dazu waren noch einmal 320 Sportler und Sportlerinnen von ihren jeweiligen Ländern nominiert worden. Aus Hessen gingen Tanika Rundel vom JC Erbach und Nikola Angelovski vom KSC Hanau für Deutschland an den Start.
Beide konnten nach einer intensiven Vorbereitung tolles Ju-Jutsu zeigen. Nikola musste sich, in der der Gewichtsklasse bis 66 Kg, nach seinem Auftaktsieg gegen Rumänien im Viertelfinale leider dem späteren Sieger aus Russland geschlagen geben. Doch Nikola konnte sich durch zwei Siege in der Trostrunde gegen Griechenland und Österreich in das kleine Finale um Platz 3 vorkämpfen. Dort setzte er sich gegen seinen niederländischen Kontrahenten durch und sicherte sich mit einer couragierten Leistung die Bronzemedaille!
Tanika konnte in der Gewichtsklasse bis 44 Kg von Anfang an ihre Schnelligkeit ausspielen. Nach zwei Siegen stand sie im Finale einer russischen Athletin gegenüber. In einem spannenden und hochklassigen Kampf, ließ Tanika sich von einem anfänglichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Vor allem mit ihrem Fußstoß seitwärts erzielte sie im Kampfverlauf Punkt um Punkt. Nach einem Wurf mit anschließender Haltetechnik war dann alles klar: Tanika Rundel ist neue U18-Europameisterin!
Auch an den German Open haben unsere hessischen Athletinnen und Athleten den Landesverband sehr gut präsentiert. In dem auch international stark besetzen Teilnehmerfeld konnten sie einige Medaillen erkämpfen. Nachfolgend sind alle hessischen Medaillengewinner aufgelistet.
Die Ausrichtung dieses Mega-Events mit 14 Mattenflächen, auf denen gleichzeitig gekämpft wurde, war natürlich alles andere als einfach. Ein großes Kompliment geht an den ausrichtenden Verein BSC Bushido-Ryu Gelsenkirchen dafür, dass er dieses Turnier möglich gemacht hat.
Unsere hessischen Kampfrichter/innen Martina Leukert, Florian Lenhardt, Thomas Meyer und Drago Markovic standen an beiden Kampftagen auf und neben der Matte und konnten somit einen großen Teil zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.
Nicht zu vergessen unsere Landestrainerin Claudia Behnke, die in ihrer Funktion als Sportdirektorin des DJJV, zwei Tage lang fast rund um die Uhr im Einsatz war, um einen möglichst reibungslosen Turnierablauf zu gewährleisten.

Alle hessischen Medaillengewinner an den German Open:

FIGHING:
Roman Apolonov, JC Wiesbaden, Herren bis 62 Kg, 3. Platz
Kevin Crichton, KSC Hanau, Herren bis 69 Kg, 3. Platz
Rado Mollenhauer, PSV GW Kassel, Herren über 94 Kg, 3. Platz
Rosario Gandolfo, TuS Dotzheim, Jugend U21 bis 62 Kg, 3. Platz
Etienne Jäger, Sprendlinger JV, Jugend U21 bis 69 Kg, 2. Platz
Maximilian Strauch, KSC Hanau, Jugend U21 bis 94 Kg, 2. Platz
Yannick Kern, JC Limburg, Jugend U21 bis 94 Kg, 3. Platz
Hannah Lux, JC Limburg, Jugend U18 bis 52 Kg, 2. Platz
Sina Block, Samurai Offenbach, Jugend U18 bis 52 Kg, 3. Platz
Kim Gottwald, KSC Hanau, Jugend U18 bis 57 Kg, 3. Platz
Jennifer Günsch, TuS Dotzheim, Jugend U18 bis 63 Kg, 3. Platz
Sophie Schilberz, JC Limburg, Jugend U18 bis 70 Kg, 3. Platz
Marko Blazevic, Samurai Offenbach, Jugend U18 bis 55 Kg, 3. Platz
Timon Kaeppel, KSC Hanau, Jugend U18 bis 60 Kg, 1. Platz
Felix Strauch, KSC Hanau, Jugend U18 über 81 Kg, 3. Platz
Lea Körber, Bushido Wüstems, Jugend U15 bis 36 Kg, 1. Platz
Anna Körber, Bushido Wüstems, Jugend U15 bis 44 Kg, 2. Platz
Roman Sawatzki, JC Erbach, Jugend U12 bis 50 Kg, 1. Platz
Manju Oberle, JC Erbach, Jugend U12 bis 32 Kg, 3. Platz
Emilia Lux, JC Limburg, Jugend U12 bis 36 Kg, 1. Platz
Mark Reuter, JC Hofheim, Jugend U10 bis 34 Kg, 1. Platz
Artur Luther, JC Hofheim, Jugend U10 bis 42 Kg, 2. Platz
Jakob Dombach, JC Limburg, Jugend U10 bis 42 Kg, 3. Platz
Lina Müller, SSV Hommertsh, Jugend U10 bis 28 Kg, 1. Platz
Leany Rohde, JC Erbach, Jugend U10 bis 32 Kg, 1. Platz

NE-WAZA:
Claudia Wychoski, JC Wetzlar, Damen bis 70 Kg, 2. Platz
Nick Gerhold, BC Arolsen, U18 bis 73 Kg, 2. Platz

Bericht: Leonard Hies
Foto: Ivan Blazevic

Peter Schira begeistert bei Speziallehrgang

Am Samstag, den 15.10.2016 fand in Bad Arolsen ein Lehrgang mit einem besonderen Referenten statt.

Der Hessische Ju-Jutsu Verband hatte Peter Schira 3. Dan im Brazilian Jiu-Jitsu, 5. Dan Jiu-Jitsu, 4. Dan Kickboxen und 2. Dan Shotokan Karate, aus Köln eingeladen. Der Budo-Club richtete diesen Lehrgang in der Sporthalle der Grundschule Neuer Garten aus.

Ca 60 Ju-Jutsukas und Jiu-Jitsukas aus verschiedenen Hessischen Vereinen und auch aus Bayern waren angereist, um bei Peter Schira zu trainieren.

Zu Beginn stand das  Aufwärmen, bei welchem Peter auch auf die Dehnung viel Wert legte. Er erklärte Fehler die auftreten können und zeigte wie man seine Haltung beziehungsweise Stellung verbessern konnte.

Dann ging es in die Technik.

Peter stellte einige Techniken vor, um einen stehenden Gegner zu Überwältigen, auch unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit.

Worauf muss ich achten, wenn ich die Beine des Gegners angreife? Auf all diese Fragen konnte der Referent antworten und hatte eine Lösung parat. Ein exzellenter Techniker in sehr vielen Bereichen!

Wie verhalte ich mich, wenn ich getreten werde? Was muss ich tun, um mich zu schützen und wohin sollte ich mich bewegen?

Peter stellte dies mit Hilfe verschiedener Tritttechniken dar und die Teilnehmer waren mit vollem Eifer beim Training.

Gegen Ende zeigte Peter noch zwei Varianten wie man den Gegner am Boden fixieren und kontrollieren kann, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.

Bei den abschließenden Bodenkampfrunden konnten die Teilnehmer ihr Können testen und auch gelernte Techniken versuchen anzuwenden.

Am Ende der 4 Stunden waren alle durchgeschwitzt,  zufrieden und um ein paar gute Techniken reicher.

Auch der Spaß kam nicht zu kurz bei diesem Seminar und wir freuen uns schon auf das nächste Seminar mit Peter Schira.


 

Bericht und Fotos: Sina Frese

LTL für  Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen

Der Landestechniklehrgang am 01.10.2016 für „Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen“ war ein Lehrgang der besonderen Art.
Folgende Inhalte waren Hauptbestandteil des Lehrgangs:

  • Gewaltprävention für Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Stärken  des Selbstbewusstseins
  • Selbstverteidigungstechniken abgestimmt auf die jeweilige Beeinträchtigung

Zu Beginn des Lehrgangs wurden kurz die verschiedenen Arten der Beeinträchtigungen erläutert und verdeutlicht, dass es für einen Menschen mit Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen ist, eine auf ihn abgestimmte Art der Selbstverteidigung zu erlernen.
In dem aktiven Teil  wurde als erstes gezeigt, wie ein Mensch mit Gehbehinderung sich mit seinen Krücken anhand von Stoß-,  Block- und Würgetechniken gegen einen  Angreifer zur Wehr setzen kann. 
Anschließend wurde sich mit der Beeinträchtigung der Sehbehinderung beschäftigt. Der Sehbehinderte muss als Erstes den Kontakt zum Angreifer finden, oft durch seinen scharfen Gehörsinn.  Dies bedeutet, dass er schnell reagieren können muss. Er darf den Körperkontakt zum Angreifer möglichst nicht verlieren. Er trainiert nach dem Motto „Hand findet Hand“ und kann so relativ viele Ju-Jutsu-Techniken anwenden.
Zum Ende der Einheit wurde sich mit den Rollstuhlfahrern beschäftigt, eine Herausforderung, aber bestimmte Techniken wie Block- und Stoßtechniken, Hebeltechniken, Würgetechniken sowie Nervendrucktechniken sind möglich.
Wichtig bei der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen ist es, den Mensch mit der Beeinträchtigung individuell  abzuholen, d. h. zu schauen, was  er leisten kann und was nicht. So kann man das Vorhandene gut trainieren und ihn für Gefahrensituationen sensibilisieren.
Am schwierigsten gestaltet sich jedoch, den Mensch mit der Beeinträchtigung für den Vereinssport zu motivieren. Es besteht meist eine große Scheu seitens der Menschen mit Behinderungen, mit gesunden Menschen zusammen zu arbeiten, aber auch die Umkehr ist nicht zu unterschätzen.
Es stellt sich die Frage, wie man den Ju Jutsuka (Trainingspartnern) die Scheu vor dem Integrationssport nehmen kann? Die Antwort: Indem man Lehrgänge dieser Art besucht, um so Berührungsängste zu nehmen und zu zeigen, dass es durch Toleranz, Akzeptanz und Respekt zwischen den verschiedenen Trainingspartnern  durchaus möglich ist, ein für beide Seiten lehrreiches und interessantes Training zu gestalten. Auch Menschen ohne körperliche Beeinträchtigung können von den Menschen, die das Leben vor eine besondere Herausforderung gestellt hat, viel lernen. 
Ein insgesamt sehr lehrreicher und gelungener Lehrgang von Danny Steenackers

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 

6. Dan für Dr. Simone Schmitt-Jacobs

Auf dem Hessenseminar wurde einer sichtlich überraschten und bewegten Simone Schmitt-Jacobs der berechtigte 6. Dan  vom HJJV Präsidenten Thomas H. Meyer verliehen. Thomas zählte in seiner Rede die einzelnen Stationen und Tätigkeiten von Simone auf, die wir hier nachfolgend auch nochmals erwähnen möchten. Simone bedankte sich in einer emotionalen Rede bei allen Trainingspartnern, die ihr über die Jahre zu einem erfolgreichen JuJutsu verholfen haben. Sie ist eine Ausnahmeathletin, großes Vorbild für viele JuJutsuka und  die erste hessische Großmeisterin.



Hier ein kleiner Auszug aus ihrer Laufbahn:

Simone fand den Einstieg in die Selbstverteidigung 1992 als sportlichen Ausgleich zur Paukerei im Studium. Gleichzeitig wollte sie auch lernen, sich notfalls im düsteren Frankfurter Milieu zu verteidigen. Anfang 1995 nahm sie an ersten Wettkämpfen teil und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen, die, zusammen mit einem forcierten Training, 1997 mit dem Erreichen des ersten Meistergrades belohnt wurden. In diesem Jahr war sie bereits mehrfache deutsche Meisterin, und es folgte die Berufung in die deutsche Nationalmannschaft, verbunden mit ersten Auftritten auf internationalen Parkett.  Bereits im darauf folgenden Jahr wurde sie Siegerin bei den JU-JUTSU-Combat Weltmeisterschaften in Schweden. Auch nach dem Einstieg ins Berufsleben als Ärztin und als Ehefrau und Mutter von zwei Kindern unterstützt sie den Ju-Jutsu Sport weiterhin sehr engagiert:

  • Trainerin im PSV (Technik und Wettkampf, Kinder/Jugend und Erwachsene)
  • Technikreferentin bei nationalen und internationalen Seminaren
  • Referentin mit Schwerpunkt im Bereich Gesundheit im Sport und Verletzungsprophylaxe
  • Mitglied des medizinischen Teams für den deutschen Nationalkader bis 2016, zahlreiche Einsätze als Wettkampfärztin bei landes- und bundesweiten sowie internationalen Wettkämpfen
  • Autorin von Fachartikeln in Fachorgan des DJJV (Ju-Jutsu Journal)
  • Als Vorbild „nicht nur für Frauen“ und als Trainerin legte sie bei vielen SportlerInnen den Grundstein für eine sportliche Karriere bis hin in den deutschen Nationalkader. Ju-Jutsu war und ist "ihr" Sport.  
  • Prüfung zum 3. Dan Ju-Jutsu nach dem neuen Prüfungsprogramm Ju-Jutsu 2000 vor über 600 Zuschauern und laufenden Kameras; das Video „Muster-Dan-Prüfung“ diente vielen JuJutsuka bundesweit als Einstiegshilfe in das neue Programm.
  • Prüfung zum 4. Dan Ju-Jutsu mit Show-Kata „Ex animo“ („aus ganzem Herzen“)“, die sehr werbewirksam im Hessischen Fernsehen übertragen wurde
  • Prüferin auf Landesprüfungen

Karrrierebilanz

  • 1997 bereits mehrfache deutsche Meisterin, Berufung in die deutsche Nationalmannschaft, erste internationale Erfahrungen
  • 1998 Siegerin bei den JU JUTSU-Combat Weltmeisterschaften in Schweden
  • 1999 3. Platz bei den Europameisterschaften in England, bereits mehrfache (internationale) deutsche Meisterin,
  • 2000 Deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin im Ju-Jutsu Fighting

Herzlichen Glückwunsch Simone

Hessenseminar 2016


Was für ein Wochenende! Bei sommerlichen Temperaturen fand wieder das jährliche Hessenseminar vom 09. bis 11.September statt. 3 wunderschöne Tage der Superlative mit nonstop Trainingsangeboten, die verschiedene Aspekte unseres JuJutsu beleuchteten. Es wurde aber nicht nur hart und effektiv trainiert, auch außerhalb der Matte sah man nur fröhliche Teilnehmer. Das ganze Wochenende lässt sich mit 4 Worten beschreiben: Training, Spaß, Harmonie und Miteinander.
Aber beginnen wir der Reihe nach.

Der Freitag begann mit der Trainingseinheit von Martin Silbersack (4. Dan JuJutsu, Vizepräsident Breitensport und Polizeiausbilder). Das gewählte Thema war „Warm up“ und dies hat Martin direkt und schweißtreibend umgesetzt. Die Einheit war aber nicht nur geprägt von Aufwärmen, sondern Martin verstand es Kampfspiele zum Technikerwerb mit Fitness zu verbinden. Begleitet wurde das Ganze von Musik zur Motivation und die Lieder waren z.T. auch auf die Übungen abgestimmt. Jeder Teilnehmer ging schwitzend und glücklich von der Matte. Ein hervorragender Start ins Wochenende, der bei verschiedenen Kaltgetränken und Gesprächen spät in der Nacht beendet wurde.





Samstag früh ging es dann um 9 Uhr mit 3 unterschiedlichen Referenten und Themen den Vormittag über weiter.

Stefan Lechthaler (4. Dan JuJutsu) „Realistische SV Lösungen zur Befreiung aus verschiedenen Haltetechniken“
Stefan zeigte hier wie man sich aus der unterlegenen Reitposition unter Stress befreit. Mit den Teilnehmern erarbeitete er wieder einen ganzen Handlungskomplex, der im Stand mit einer Atemikombination startete und in einen „Takedown‘“ überging. Danach sicherte sich der Angreifer die Reitposition und attackierte den Unterlegenen mit Schlägen zum Kopf, die es dann galt zu blocken und sich aus der unterlegenen Reitposition zu befreien. Als Erfolgskontrolle haben anschließend 3 Paare den „Flow“ unter den Augen aller TN vorgeführt und wurden mit  ein paar kleinen Tipps und großem Applaus von der gesamten Gruppe belohnt.



Günther Beier (6. Dan JuJutsu) „Realitätsbezogene Verhaltensweisen im Prüfungsprogramm“ und „Stressresistenz Training“
Günther zeigte hier sein Spezialgebiet und zeigte den TN Trainingsmethoden und Ideen, wie man sich realitätsbezogen im Prüfungsprogramm verhält. Im anschließenden Stresstraining konnten die TN ihre Kenntnisse auf den Prüfstand stellen und auch neue Erfahrungen sammeln, wie es ist unter maximalen Stress Angriffe zu parieren und sich zu behaupten. Hier wurden die TN an ihre Grenzen geführt, konnten die Matte aber gesund und fröhlich und reich an neuen Erfahrungen und Impulsen verlassen.



Gianfranco Lanucara (JKD Instructor (Ron Balicki), Kali, Silat, Muay Thai) „Panantukan“
Gianfranco hatte die längste Anreise und zeigte Panantukan eine Art philippinisches Boxen. Auch hier wurde ein gesamter Flowdrill mit Schlägen, Ellenbogen gezeigt. Gianfranco ging direkt auf die einzelnen Fragen ein und konnte wertvolle Tipps rund um die gezeigten Techniken geben.

Von 12 – 14 Uhr gab es eine kleine Pause zur Stärkung für die kommenden Einheiten. Dann ging es um 14 Uhr mit der offiziellen Begrüßung und  Ehrungen weiter. HJJV-Präsident Thomas H. Meyer hieß nicht nur über 200 Teilnehmer willkommen, sondern sprach auch seinen besonderen Dank an Yakup Mutlu für dessen Anwesenheit aus, da sich Yakup trotz seines Schicksals, seit einiger Zeit im Rollstuhl sitzen zu müssen, keine Gelegenheit entgehen lässt, dennoch an den Maßnahmen des HJJV teilzunehmen. Danach erhielten alle anwesenden  Absolventen der Trainer C Ausbildung ihre Urkunden. Hierauf folgte eine große Überraschung für Dr. Simone Schmitt-Jacobs, sie wusste nichts von Ihrer bevorstehenden Graduierung zur ersten Großmeisterin in Hessen und der erst dritten in Deutschland und war sichtlich überrascht und überwältigt, als ihr derHJJV-Präsident  nach einer überzeugenden Laudatio Urkunde und Gürtel zum 6. Dan überreichte (hierzu wird es noch in Kürze einen besonderen Bericht, mit ihren Leistungen geben). Weiterhin wurde auch  der Jugendförderpreis an  den TuS Dotzheim  und an den Budokan Wetzlar verliehen, der Preis ist mit je 500 Euro dotiert. Für nächstes Jahr sind hier Bewerbungen aus den Vereinen herzlich willkommen.









Danach ging es gleich wieder auf die Matte, denn es standen ja noch weitere Einheiten auf dem Programm:
Die neue Großmeisterin Dr. Simone Schmitt-Jacobs (6. Dan JuJutsu) „Richtig trainieren – Verletzungen vermeiden“ referierte aus ihrer Erfahrung als Ärztin, Trainerin und Wettkämpferin. Sie begann mit einem Theorieteil, in dem  anatomische Besonderheiten und Gefahren im Trainingsalltag angesprochen wurden. Anschließend ging es aber gleich praktisch weiter und es wurde das Gelernte verletzungsfrei trainiert.



Parallel zeigte Gianfranco Techniken aus dem Silat und in der zweiten Hälfte einige Techniken in der Bodenlage für den Bereich MMA. Auch hier konnten die TN mal über den Tellerrand schauen und sich neue Anregungen und Techniken holen und erlernen.



Auch für Polizeibeamte fanden zwei Einheiten statt, die von Maxim Streit-Faktor geleitet wurden. Hier war das Thema Polizei-Spezial Waffenschutz und Deckungsarbeit. Leider waren diese Einheiten geheim und kein Bericht möglich.

Wer nach den ganzen Einheiten noch nicht genug hatte konnte sich abends noch bei Martin Silbersack im „Burnout“ ausbrennen. Der Name war Programm und bei einem Liegestütz-Durchhaltespiel konnte eine Frau alle Männer in ihre Schranken weisen.

Hier gab es keinen TN, der danach nicht hungrig zur anschließenden Grillfeier kam. Die Grillparty ging bis in die späte sommerliche Nacht als Zeichen für die gute Stimmung unter den TN. Es wurden viele neue Freundschaften geschlossen und die neuen TN herzlich in die JuJutsu Mitte aufgenommen. Die Nacht war kurz und am Sonntag ging es wieder früh um 9 Uhr weiter mit folgenden Referenten und Themen:

Stefan Lechthaler „Stick Grappling“
Stefan zeigte den Einsatz vom Stock im Stand und Boden, als Hilfsmittel zum Festlegen und Hebeln. Die TN lernten, wie schmerzhaft und zwingend der Stock als Hilfsmittel sein kann und lernten hier neue Aspekte des Stockkampfes.



Bernd Thomsen (8. Dan JuJutsu) „Drills & Flows für die SV und Individuelle SV Konzepte“
Bernd zeigte sein Spezialgebiet, Techniken aus dem 3er Kontakt und wie man auf Störungen antworten kann. Gezeigt wurden verschiedenste Weiterführungen und Gegentechniken als Drills und Flows in komplexen Handlungssituationen.



Günter Beier machte mit seinem erprobten Stresstraining weiter und führte wieder wie in den vorherigen Einheiten die TN an ihr Limit. Die Pulsfrequenz ging in ungeahnte Höhen und die TN haben verstanden, dass der Stress in Kämpfen eine große Rolle spielt und auch einiges an Techniken auf der Strecke bleibt oder nicht umsetzbar ist. Hier war Durchhalten und Überleben das Motto.



Stefan Brüning (3. Dan JuJutsu)  „Hindernisse oder Einladungen“
Stefan ist der neue Ressortleiter Schulung und Technik und gab erstmalig seinen Einstand als Referent auf dem Hessenseminar.

Wir nutzten die Gelegenheit und führten ein kurzes Interview mit ihm, warum er welche Referenten einlud und was er sich bei der Auswahl seines Themas zum Hessenseminar dachte:

HJJV: Wie wolltest du das Hessenseminar dieses Jahr konzipieren?
Einen Großteil der Auswahl für das HeSem 2016 war dankenswerterweise schon vor meinem Amtsantritt von Martin Silbersack und dem HJJV Vorstand vorgenommen worden.
Mir persönlich war es wichtig, dass sich die breite Vielschichtigkeit des JuJutsu auch in den Angeboten des Hessenseminars wiederspiegelt. Von SV Aspekten über Gesundheitsprävention, Prüfungsprogramm und Technikerwerb.
Aber auch der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus auf andere Kampfkünste und Konzepte.
HJJV: Wie hast du dein Thema gestaltet bzw. interpretiert?
Auf dem diesjährigen Hessenseminar hatte ich mein Debüt als Referent für den HJJV. In der Vorbereitung meiner Einheit ging es mir darum, ein breites Angebot  von Techniken beziehungsweise Kombinationen, die  mein Ju-Jutsu ausmachen und gleichzeitig einen Einblick in meine Budopädagogische Coachingarbeit geben, zu präsentieren. Die Einheit war als ein Angebot – frei nach dem Leitspruch von Bruce Lee: „Absorb what is useful“ konzipiert.
Als Ausgangssituation habe ich die sogenannte Referee-Position gewählt (eine Anlehnung an den Bruce Lee Film – der Mann mit der Todeskralle) und mit verschiedenen Kombinationen bzw. durch verschiedene Lösungsmöglichkeiten  unterschiedliche Denkansätze versucht zu vermitteln. So kann man diese Situation als Hindernis bzw. Störung oder auch als Einladung sehen und je nach Ansicht verändert sich der Umgang damit.

Nach einem entspannten Mittagsessen fuhren die TN mit vielen Eindrücken und neuen Freundschaften gegen 14 Uhr nach Hause und das Hessenseminar 2016 ging erfolgreich zu Ende. Wir möchten hier aber noch allen Organisatoren und Helfern und auch Teilnehmern ausdrücklich und vielmals danken, ohne euch wäre dieses fantastische Wochenende nicht möglich gewesen. DANKE.



Ausblick auf HeSem 2017
Nächstes Jahr am zweiten Samstag im September ist es wieder soweit – also schon mal vormerken für einen Tag mit viel Training, Schweiß und Spaß !!!

Abschließend noch einige Zahlen und Impressionen:

Teilnehmer insgesamt: 209!
14 TN vom 1. Sprendlinger Judo Verein e.V.
12 TN vom Ju Jutsu Club  Wetzlar
10 TN von SG Weiterstadt
10 TN PSV Wiesbaden
.. und viele mehr

Hier noch ein paar mehr Impressionen

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 

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