HJJV News

Prüfungsvorbereitungslehrgang – Mitdenken erwünscht

Der Erste von 2 Prüfungsvorbereitungslehrgängen pro Jahr fand am 27.4. in der Judoarena in Maintal statt. Auf 3 Matten wurden alle Themen rund um eine Prüfung im Ju-Jutsu erarbeitet und behandelt. Referenten im Teamteaching waren Andy Helzel, Patrick Wendt und Martin Silbersack für Prüflinge zum Dan-Grad, sowie Sebastian Stumm und Stefan Lechthaler mit Prüfungsinhalten zum  1. Kyu, und Anna Schinck im Team mit Tatjana Lieberknecht zum 2. Kyu.


Zeitgleich nutzten einige Dan-Träger und Vereinsprüfer den Lehrgang zur Lizenzverlängerung. Hierzu musste man den Vormittag über bei den Einheiten mitmachen. Erfreulich war, dass einige Trainer doch den ganzen Tag geblieben sind und interessiert weiter trainierten. Insgesamt war der Lehrgang wieder sehr gut besucht und die Matten voll.


Der Prüfungsvorbereitungslehrgang ist ja auch was ganz Besonderes, denn hier sind die Teilnehmer gefordert, sich einzubringen und mitzumachen. Es wird in den Einheiten erarbeitet, wie man auf Prüfungen auftritt, wie man dynamisch und realistisch angreift und wie man als Prüfling seine gewählten Techniken optimal präsentiert. Weiterhin wurde das Bewertungssystem und die Sicht der Prüfer vorgestellt. Bei den Lehrgängen wird nicht mehr so sehr auf Einzeltechniken eingegangen, obwohl natürlich auch bei Bedarf Lösungen oder Ideen angeboten werden, sondern mehr auf die  Prinzipien und Präsentation der Techniken. Dies ist ja auch im Ju-Jutsu 1x1 gut erklärt, wird jedoch oftmals übersehen.
Nach einer kurzen Theorieeinheit über Partner und Angriffsverhalten konnte man dies gleich in praktischen Übungen umsetzen. Vorher wurde sich aber aufgewärmt, hierbei wurde Übungen gezeigt, die den Körper und Kreislauf optimal auf die kommenden Belastungen einer Prüfung vorbereiten. Anschließend wurden Partnerübungen zur Verbesserung der Bewegung und Dynamik erarbeitet. Im Technikteil wurden dann die Prinzipien nochmals diskutiert und trainiert, es wurden auch Übungsformen und Drills hierzu gezeigt. Vor der Pause konnte man den Input nochmals frei trainieren.
Nach der Pause ging es wieder mit einem kurzen Theorieteil weiter, hier wurde die Sicht der Prüfer und das Bewertungssystem vorgestellt. Danach ging es gleich praktisch mit freier SV, Weiterführungs- und Gegentechniken, sowie Prinzipien der Waffenabwehr weiter. Am Ende gab es aber wieder genug Freiraum für die TN den neu erworbenen Input individuell mit wechselnden Partnern zu trainieren.
Nach den Lehrgängen wird immer das Feedback der TN eingeholt, da wir ständig bemüht sind, den optimalen Prüfungsvorbereitungslehrgang für unsere Mitglieder zu veranstalten. Da das Feedback jedoch wieder zu 100% positiv auf allen Matten ausgefallen ist, sind wir doch relativ nahe an einem sehr guten Lehrgangsinhalt dran. Für Trainer und Prüfungsinteressierte lohnt es sich auf jeden Fall mal mitzumachen. Auch wenn nicht kurzfristig eine Prüfung ansteht, die nächste kommt bestimmt und da will man doch gut vorbereitet sein ;-)

Erfahrungsbericht zum SV Stützpunkttraining

Am 13.04.2019 bot der Hessische Ju-Jutsu Verband ein Stützpunkttraining Selbstverteidigung in Kassel an. Referiert wurde dieses Training von Martin Silbersack (4.Dan) und Gilbert Wanninger (2. Dan). Sie zeigten den Teilnehmern, wie Ju-Jutsu Techniken unter der Betrachtung der Gewaltprävention angewendet werden können.


Seitdem ich gelesen hatte, dass ein Stützpunkttraining unter dem Thema Selbstverteidigung stattfinden soll, war ich neugierig und habe mir sofort die Ausschreibung durchgelesen. Vor allem das Thema „Impulse für das Selbstverteidigungstraining“ hat mich sehr interessiert. Also packte ich meine Tasche und machte mich auf den Weg nach Kassel. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Angefangen hat die Trainingseinheit damit, dass die Erwartungen der Teilnehmer abgefragt wurden. Dabei sollte einmal aus der Sicht des Trainers und dann aus der Sicht des Trainierenden betrachtet werden. Schwerpunkt der Einheit war die Abwehr des Angriffs mit dem Ziel, schnellst möglich aus der Gefahr fliehen zu können. An nur zwei verschiedenen Angriffen wurde demonstriert, wie man durch Veränderung der äußeren Bedingungen, bzw. Aufbau des Stresslevels die Abwehr dieser Angriffe trainieren kann. Dabei erstaunt mich immer wieder, wie schwer es ist, einfache Abwehrtechniken unter Stress anzuwenden. Durch den gut strukturierten Trainingsaufbau von Martin und Gilbert lernten wir, die Abwehr dieser zwei Angriffe immer wieder anzupassen oder je nach Situation zu verändern. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Komplexität Schritt für Schritt gesteigert wurde. Da das Ziel jeder Situation war, schnellst möglich zu entkommen, wurde viel Wert auf die Orientierung und das Finden der Fluchtwege gelegt. Dies wurde mit Hilfe unterschiedlicher Übungen trainiert. Nach einer kurzen Pause ging es in die Teilszenarien. Wie baue ich so ein Teilszenario auf? Wie kann ich es in einem normalen Training einbauen? Welche Sicherheitsregeln müssen geklärt werden? Wie kann ich auch den Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt erhöhen, ohne dass sich ein Trainierender überfordert fühlt? All diese Fragen habe Martin und Gilbert beantwortet und uns „am eigenen Leibe“ erfahren lassen, wie sich so ein Teilszenario anfühlt.


Mein Fazit nach diesem Stützpunkttraining: „Es war ein super interessantes Thema, das von sehr guten Referenten spitze aufgearbeitet und präsentiert wurde!“
Beim nächsten Stützpunkttraining Selbstverteidigung bin ich auf alle Fälle wieder dabei und lerne vielleicht doch noch böse zu schauen und zu drohen ;-)

Bericht und Fotos: Doreen Albrecht

Neue Kursleiter für Frauenselbstverteidigung im HJJV

13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im März die Kursleiterlizenz FrauenselbstSicherheit im HJJV erworben. Dem Prüfungstag am 24. März, an dem eine schriftliche Prüfung und eine Lehrprobe absolviert werden mussten, ging eine zweitägige Ausbildung im Februar voraus, bei der die angehenden Kursleiterinnen und Kursleiter auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet wurden.

Das Ausbildungsprogramm, das vom Referententeam Lisa Mundt und Oliver Peter neu ausgearbeitet wurde, soll vor Allem praxisnah vermitteln, was es heißt, einen Selbstverteidigungskurs für Frauen abzuhalten. Referenten und Teilnehmer waren gleichermaßen motiviert und mit Spaß bei der Sache, so dass die zwei Tage trotz der Fülle an Themen und Inhalten wie im Flug vergingen.
Die Ausbildung startete mit der Frage „Was ist eigentlich SV?“, um ein gemeinsames Verständnis davon herzustellen, was sinnvoll in einem SV-Kurs für Frauen vermittelt werden kann. Um den Praxisbezug möglichst eng zu halten folgten am ersten Tag Übungen aus den Bereichen Kennenlernen, Aufwärmen, Zweikampfspiele, Selbstbehauptung und Stimmeinsatz – so, wie sie auch in einem tatsächlichen SV-Kurs abgehalten werden können.
In den zweiten Ausbildungstag startete die Gruppe mit der Ausarbeitung eines Anforderungsprofils für KursleiterInnen. Außerdem wurde exemplarisch der Ablauf eines SV-Kurses geplant, um eine Grundlage für das Ausarbeiten eigener Kurse zu legen. Input dazu konnten neben den Referenten vor Allem auch die Teilnehmer geben, die an diesem Tag für die Verlängerung ihrer Lizenz dazukamen.
Anschließend wurde die Gruppe geteilt, und für die angehenden Kursleiterinnen ging es mit der Auswahl und Vermittlung von Techniken weiter, die für einen SV-Kurs geeignet sind – mit der Erkenntnis, dass „einfach“ nicht gleich „einfach“ ist. Die Verlängerer erarbeiteten ein Konzept für einen möglichen Aufbaukurs, das sie im Anschluss im Plenum vorstellten. Gemeinsam ging es dann wieder in den praktischen Teil, bevor zum Abschluss der Ausbildung noch ein Vollschutzanzug zum Einsatz kam. Input zu Zielgruppen, Formen von Gewalt gegen Frauen, Prävention, Waffen und Notwehr / Nothilfe rundete die Ausbildung ab.
Wir gratulieren allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen noch einmal herzlich zur neu erworbenen Lizenz und freuen uns, wenn die Kursleiterausbildung im nächsten Jahr ebenso gut angenommen wird.

Bericht und Fotos: Lisa Mundt

Ein Landestechniklehrgang mit sehr viel Spaß und Spiel

Am 06. April 2019 fand ein Landestechniklehrgang  des Hessischen Ju-Jutsu Verbandes für Familien statt. Ausrichter war der Judo Club Limburg. Als Referentin konnte Frau Dr. Simone Schmitt-Jacobs (6. Dan Ju-Jutsu, Trainerin B Leistungssport) gewonnen werden. Unterstützt wurde sie von ihrem Sohn Marlon Witte.

Die Themen waren  Ju-Jutsu Spiele, Kombinationen und Trainingsformen für die ganze Familie. Als Übungspartner standen sich immer ein Erwachsener und ein Kind gegenüber. Simone Schmitt-Jakobs gestaltete den Lehrgang sehr abwechslungsreich und wechselte immer zwischen Spielen und Techniken ab. In der ersten Phase wurden Bodentechniken,  Atemitechniken  und dann Würfe erlernt.
Den knapp 30 Teilnehmern war anzusehen, dass dieser Lehrgang sehr viel Spaß machte. Von Langeweile keine Spur -  im Gegenteil - nach drei Stunden hätten sie gerne noch weitergemacht.
Am Ende des Lehrgangs zeigten sich die Teilnehmer sehr zufrieden und Thomas Prill bedankte sich im Namen des Judo Club Limburg bei Frau Dr. Simon Schmitt-Jacobs und überreichte ihr einem Blumenstrauß.

Bericht und Foto: Lissy Friedrich vom Judo Club Limburg

 

 

Peter Schira gibt Landestechniklehrgang

Am Samstag, den 23.03.2019 fand in Bad Arolsen der erste Landestechniklehrgang im Brasilianischen Jiu-Jitsu statt. Ausgerichtet wurde er vom Budo-Club Bad Arolsen. Peter trägt den dritten Dan im Brasilianischen Jiu-Jitsu und ist aktiver Trainer. Außerdem hat er schon viele Wettkämpfe bestritten und schöpft aus diesen Erfahrungen.
Thema des dreistündigen Lehrgangs waren „Submission und Sweeps. Peter gestaltete den Lehrgang für Anfänger und für Fortgeschrittene. So konnte jeder einen Teil mit nach Hause nehmen und für sich die besten Techniken herausfinden. Angefangen hat das Training mit einem Aufwärmen, das den Puls in die Höhe getrieben hat und gleichzeitig die Dehnung von Armen und Beinen berücksichtigte. Der Technikteil fand aus der Guard-Position statt. Peter zeigte einen sogenannten Kimura. Dabei ging er auf die wichtigen Details ein, damit der Hebel ohne Kraft funktioniert. Danach wurde eine Weiterführung gezeigt, wenn der Gegner sich gegen den Kimura wehrt und in seinen eigenen Gürtel greift. Nach dem die Techniken fleißig trainiert wurden gab es eine Kaffee- und Kuchenpause, der von den Mitgliedern des BCA gespendet wurde. Eine Stunde blieb dann für die Sweeps. Da zeigte Peter eine Technik, die auch aus dem Kimura heraus entstand. Ähnlich wie beim Pendelsweep wurde der Partner in die Rückenlage gebracht. Die neuen oder aufgefrischten Techniken konnten am Ende im halbstündigen „Rollen“ erprobt werden. Die knapp 30 Teilnehmer gingen nach den drei Stunden mit neuen Ideen und wichtigen Details von der Matte.
Herzlichen Dank an Peter Schira und natürlich an die Helfer des Budo-Club Bad Arolsen, für Kaffee, Kuchen und den Mattenauf- und abbau.

Bericht und Foto: Doreen Albrecht vom Budo Club Bad Arolsen 1975 e.V.

Erstes offizielles Kadertraining

Im ersten offiziellen Kadertraining der U21 und Senioren Fighting 2019 hatten wir die großartige Gelegenheit, die Kampfrichterfortbildung des DJJV mit authentischen Kämpfen zur Einarbeitung in das VideoCareSystem zu unterstützen. Da dieses System weltweit immer häufiger eingesetzt wird, war das eine klasse Gelegenheit für beide Seiten zu profitieren. Die Kampfrichter konnten sich in Ruhe in das neue System einarbeiten und die Kämpfer haben bereits vor den ersten Meisterschaften mit dem System eine gute Erfahrung damit gewinnen können. Auch gibt es hierbei die Möglichkeit für verletzte Athleten die Kampfrichterseite kennen zu lernen und ihr Team mit ihrem Beitrag zu unterstützen, sowie selbst neue Erkenntnisse für den Sport zu gewinnen. Der Kader wird von Leonard Hies und seit den Hessenmeisterschaften von Rado Mollenhauer erfolgreich geleitet. Beide sind sehr engagiert und um ihre Athleten bemüht. Diese hatten durch ein gutes Trainerteam, tolle Partner und wettkampfähnliche Bedingungen ein erfolgreiches Training und wir wünschen unserem Hessischen Team weiterhin so gute und verletzungsfreie Trainings und eine erfolgreiche Westdeutsche Meisterschaft!


Bericht und Foto: Annika Meyer

 

Gut besuchter Kinder Lehrgang in Baunatal

Am Sonntag, den 10.03.2019, fand in Baunatal der erste Ju-Jutsu Landestechniklehrgang für Kinder 2019 statt. Es kamen knapp 50 Kinder mit ihren Trainern aus 6 Vereinen in Nordhessen zusammen, um dieses Event gemeinsam zu begehen. Bei den Landestechniklehrgängen handelt es sich nicht um eine Wettkampfsituation, sondern die Weiterbildung der Sportler steht hier im Vordergrund.

An diesem Sonntag stand das Thema Brazilian Jiu-Jutsu auf der Tagesordnung, in dem es besonders um die Verteidigung in der Bodenlage ging. Der Hessische Ju-Jutsu Verband hatte Nina Riedemann als Referentin für diesen Lehrgang
eingeladen. Im Januar belegte sie den 3. Platz auf der BJJ (Brazilian Jiu-Jutsu) Europameisterschaft und stellte so unter Beweis, dass sie die richtige Wahl für diese Thematik ist.
Erst einen Tag vor Lehrgangsbeginn kämpfte Nina in Maintal auf der Hessenmeisterschaft in Ju-Jutsu und wurde dort zur Hessenmeisterin in ihrer Klasse gekürt. So kam sie am Sonntag noch ein wenig muskulär ermüdet zum Lehrgangstermin.
Dies änderte sich aber schlagartig nach dem „Angrüßen“ der Sportler, denn da  war sie wieder „on point“ fit. Während der Aufwärmphase wurden schon kleine Rangeleien und „Kampfspiele“ eingebaut. Hier wurde den „kleinen“ Sportlern gezeigt, dass ein Kampf ohne „Aggression“ und Wettkampfbedingungen locker sein kann und richtig Spaß bereitet.

Beim Erklären der Techniken kam der Referentin zu Gute, dass sie gelernte Grundschullehrerin ist. Sie hat es immer wieder geschafft, dass die Kids ihr fokussiert zusahen und so das Gezeigte schnell umsetzen konnten.
Besonders faszinierte die Kids, dass Kampfsituationen in eigener Rückenlage am Boden noch lange nicht verloren sind. Auch hier gibt es Mittel und Wege, den Gegner  (der über einem ist) zu kontrollieren und so auch letztendlich aus diesen Situationen  zu entkommen.


In der letzten Phase des Lehrgangs konnten die Sportler das Gelernte in kleinen lockeren Kämpfen in der Praxis ausprobieren. Die ganz mutigen Kids konnten auch ihr Können gegen einen Trainer oder die Referentin  unter Beweis stellen.

Nach  über 2 Stunden Lehrgang waren nicht nur die Kinder über das neu Erlernte glücklich, sondern auch viele Eltern, die den Sonntagnachmittagstermin wahr nahmen um Ihren „Kleinen“ mal beim Sport zu zuschauen.

 

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