HJJV News

Hessenmeisterschaft 2018 in Maintal

Dem Aufruf des HJJV zur Hessenmeisterschaft am 10.03.2018 folgten  22  Vereine, was belegt, dass mehr als ein Viertel aller hessischen Vereine in das Wettkampfgeschehen involviert sind. Mit dem Ju-Jutsu Fighting geht es wieder aufwärts, es kämpften insgesamt 171 Ju-Jutsuka um den Titel des Hessenmeisters. Dies ist eine Steigerung um ca. 15% gegenüber dem letzten Jahr. In der gut gefüllten Halle wurden an dem Tag insgesamt 246 Kämpfe im Ju-Jutsu Fighting sowie im NeWaza ausgetragen. In der  Disziplin NeWaza waren insgesamt 43 Kämpfer angetreten, davon 12 in der Klasse U18, auch hier ist weiterhin ein nach oben zeigender Trend zu erkennen. Den Großteil der Kämpferinnen und Kämpfer im Ju-Jutsu-Fighting machte die Jugend mit 102 Startern aus.
Die Veranstaltung lief wieder problemlos ab. Hier zeigt sich die Erfahrung im Zusammenspiel mit HJJV, Budokan Maintal und Bushido Erlensee. An dieser Stelle auch nochmal einen großen Dank an unsere kompetenten Kampfrichter, die alle Kämpfe souverän und mit vollem Einsatz mit Ihren Entscheidungen leiteten. Auch der Budokan Maintal e.V. als Ausrichter war wieder einmal ein hervorragender Gastgeber. Rund um die Organisation gilt auch ein großes Dankeschön dem Bushido Erlensee mit Carsten Farr, der mit vielen Helfern aus dem Verein die ganze Veranstaltung souverän unterstützte. In allen Klassen gab es tolle Kämpfe zu sehen, die lautstark von den Zuschauern und Fans unterstützt wurden. Der JC Erbach gewann wieder mit insgesamt 17 Medaillen den Medaillenspiegel, gefolgt vom JC Wetzlar und dem KSC Hanau.


In der Pause gab es eine Ehrung zu vergeben, geehrt wurde Sanjin Karic, der trotz seines ausgefüllten Berufslebens, aus Leidenschaft für das Fighting, immer wieder länderübergreifend als Kamfprichter zuverlässig auf der Matte steht. Die Ehrung nahm Martina Leukert vor. Vielen Dank Sanjin für diese Leistung!



Die Veranstaltung endete gegen 17 Uhr. Der HJJV gratuliert allen Gewinnern und dankt den Teilnehmern, Kampfrichtern und Zuschauern, die diesen Tag wieder zu einer würdigen Hessenmeisterschaft gemacht haben.

Nachfolgend findet ihr noch ein paar Impressionen

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Stefan Lechthaler

 

 

Verteidigung in der eigenen Bodenlage -Waffenschutz mit der Kurzwaffe

Ein Sturz zu Boden ist im Einsatz schnell passiert. Viele Möglichkeiten sind hierbei denkbar: Ein Stolpern beim geplanten Zugriff oder der Festzunehmende wehrt sich. Man verliert das Gleichgewicht. Doch wie kann man sich in der eigenen Bodenlage effektiv verteidigen und seine Position verbessern oder gar wieder in den Stand kommen. Dazu lieferten Referenten aus Sachsen-Anhalt sehr robuste und effiziente Lösungen an diesem kurzweiligen Nachmittag. Auch die Thematik Waffenschutz hielt die zahlreichen Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer im Bann der Referenten. Nicht nur der Zugriff auf die eigenen Kurzwaffen im Holster oder bereits in Hand konnten erfolgversprechend gemeistert werden. Sondern gleichzeitig wurden auch die für den Polizeibeamten ungünstigen Positionierungen allein und als Funkstreife thematisiert, so dass hier eine einfache Handlungsroutine trainiert werden konnte, die es auch dem Streifenpartner erlaubt, unterstützend bei einem Angriff einzugreifen.


In dem Seminar wurden deshalb Techniken und Taktiken trainiert, um die Chancen für eine erfolgreichere Lösung dieser Situationen zu erhöhen und möglichst verletzungsarm zu überstehen.
Der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kooperation mit dem Hessischen Ju-Jutsu Verband e.V. ist es bei der dritten Auflage dieser Fortbildungsveranstaltung gelungen, ein Topreferententeam am Samstag, 03. März 2018 nach Kassel zu holen, dass bereits

bei zahlreichen Behörden in Hessen und anderen Bundesländern zu Gast war.
Nach Begrüßung durch die Abteilungsleiterin des Studienortes Kassel Sigrid Josephs, und dem Polizeireferenten des HJJV Martin Silbersack, ging es direkt in die Praxis mit den nötigen Einsatzmitteln zum Training.
Gerade die aktuelle Thematik des dynamischen Angriffs auf Personen bannte die 75 Beamtinnen und Beamten von Justiz, Polizei, Bundeswehr und Zoll aus Hessen und den umliegenden Bundesländern an diesem sehr kurzweiligen Nachmittag. Umso erfreulicher wurde das Kaffee- und Kuchenangebot des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel e.V. im Anschluss an das Training angenommen.

Bericht: Patrick Wendt
Fotos: Martin Silbersack

 

Domstadtpokal 2018 - Ju-Jutsu Fighting und BJJ-NeWaza

Seit Jahren veranstaltet der HJJV gemeinsam mit dem Ausrichter Judo-Club Limburg das alljährlich traditionelle Domstadtpokal-Turnier. Auch dieses Jahr fanden wieder zahlreiche Wettkämpfer und Zuschauer am 17. Februar den Weg in die  Kreisporthalle Limburg. Gekämpft wurde in den Disziplinen Ju-Jutsu Fighting und BJJ-NeWaza und die Kämpfe begannen auch pünktlich um 10 Uhr nach dem obligatorischen Einwiegen.

Insgesamt gab es 172 Kämpfe, die zum Glück ohne nennenswerte Verletzungen abliefen. Es traten 22 Vereine aus 3 verschiedenen Regionen an. Der TV Marsberg trat im NeWaza mit 5 Kämpfern an und kämpfte recht erfolgreich.  Im Ju-Jutsu traten 114 Kämpfer an, teils auch als Vorbereitung zu der kommenden Hessenmeisterschaft am 10. März. Der BSC Bushido-Ryu Gelsenkirchen belegte den ersten Platz im Medaillenspiegel, gefolgt vom JC Erbach und JC Hofheim. Lea Körber vom JC Bushido Wüstems schaffte in nur 25 Sekunden den schnellsten Kampf im Fighting und Fernando Lino vom Team Marsberg schaffte ebenfalls in nur 25 Sekunden den schnellsten Kampf im NeWaza. Gratulation für diese Leistungen.
Unser Respekt geht auch an die Kämpferin Lara Kopp, die im NeWaza, sowie 2 unterschiedlichen Gewichtsklassen im Fighting erfolgreich antrat und abräumte. Immer mehr Kämpfer/innen starten im NeWaza und Fighting, da ja beides zum Ju-Jutsu gehört. Wir können alle nur ermutigen, auch mal im NeWaza zu starten um Erfahrungen zu sammeln.
Erwähnenswert war noch die Ernennung von Annika Meyer zur Landeskampfrichterin, nach erfolgreichem Ablegen der Prüfung an diesem Tag.  Sie überbrückte aus Leidenschaft zum Ju-Jutsu Fighting eine Verletzungspause als aktive Kämpferin durch ihre Ausbildung zur  Kampfrichterin und wird nach ihrer Genesung sowohl wieder für den Landes- und Bundeskader starten, als auch für die Jugend als Kampfrichterin da sein.

Der HJJV ist ständig auf der Suche nach Kampfrichter/innen. Diese werden umfassend geschult und an diese verantwortungsvolle Aufgabe herangeführt. Interessenten wenden sich bitte an die Ressortleiterin Kampfrichterwesen, Martina Leukert, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Wie immer zeigte sich der Judo-Club Limburg als hervorragender Gastgeber, hierfür ein großes Dankeschön und auch an die vielen Helfer, Kampfrichter, Kämpfer, Sanitäter und Zuschauer.
Nachfolgend findet ihr noch ein paar schöne Impressionen, fotografiert von Elisabeth Friedrich

 

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Elisabeth Friedrich und Sebastian Stumm

Pratze und Schlagpolster wollen im Training eingesetzt werden!!!

Unter dem Thema Schlag- und Tritttechniken präsentierte der Hessische Ju-Jutsu Verbande e.V. einen überaus spannenden wie gelungenen Landestechniklehrgang mit Sina Frese (3. Dan JJ, Lilagurt BJJ und Trainerin A) beim PSV GW Kassel. Durch abwechslungsreiche Übungsformen im Stand und am Boden wurden mit Pratzen und Schlagpolstern nicht nur Techniken geschult, sondern auch Verhaltensformen für die Selbstverteidigung gedrillt. Neben dem Spaß auf der Matte haben sich vor allem die zahlreichen Trainer mannigfaltige Ideen für ihr eigenes Vereinstraining erarbeiten können.

Wie bist du zum Ju-Jutsu gekommen?
Als ich das Studium bei der Polizei begonnen habe, war ich bereits seit 7 Jahren aktive Karateka und war auf der Suche nach einem neuen Verein. Dann gab es den Dienstsport Ju-Jutsu, ich ging von Anfang an in die AG, zweimal die Woche. Und da ist es passiert der Zauber Ju-Jutsu hat mich gepackt und nicht wieder losgelassen. Jedes Mal, wenn ich auf der Matte stehe denke ich für mich oder spreche mit Freunden, Was für ein toller Sport 
Was ist deine Lieblingstechnik im Bereich der Atemi?
Die Schlaghand, weil man mit ihr, wenn sie richtig ausgeführt wird sehr viel Kraft übertragen kann.
Und weil man im Training für diese Technik den gesamten Körper mit einsetzt.

Warum macht Dir vor allem das Training mit Pratzen und Schlagpolstern so viel Spaß?
Weil es sehr vielfältig ist und ich immer wieder überlege, wo man die Pratze noch einbauen kann.
Erwachsene und Kinder haben beide Spaß am Training, weil man ein  gutes Gefühl für die Schlag oder Tritttechnik bekommen kann, ohne dass der Partner Angst vor Verletzung oder übermäßiger Härte haben muss.
Und was auch sehr wichtig ist, ich kann mich richtig auspowern, bis nichts mehr geht.

Findest du es wichtig auch Atemitechniken in und aus der Bodenlage zu trainieren?
Auf jeden Fall, ich muss einen Plan haben, wenn ich in die Bodenlage komme, welche Atemitechniken Sinn machen, um sich effektiv zu verteidigen. Wie muss ich meine Position am Boden verbessern um genügend Kraft in meine Atemitechniken zu  bekommen. Gibt es einen Unterschied, ob ich von oben nach unten, oder von unten nach oben schlage?!

Was war Dir bei diesem Thema des Landestechniklehrgangs besonders wichtig?
Da ich die Pratzenarbeit liebe möchte ich auch anderen dieses Medium schmackhaft machen, da ich auch in meiner Funktion als Prüferin immer wieder feststelle, dass mit der Pratze eher weniger gearbeitet wird und meiner Meinung nach, das Anwendungsspektrum immens vielfältiger ist.

Was war Dein schönster Moment beim heutigen Lehrgang?
Die Teilnehmer mit Spaß beim Training zu sehen, wie sie sich gegenseitig pushen und somit helfen besser zu werden.
Was wünschst Du Dir für das weitere zukünftige Training der Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
Dass die Pratze ihre Begleiterin in vielen Bereichen wird, mit der man gaaaaannnnnnzzzz viele tolle Trainings- und Trainingsformen aufbauen kann.

Bericht und Bilder: Dominic Forster

 

Techniklehrgang Spezial in Maintal mit Wolfgang Heindel

Am 27. Januar veranstaltete der HJJV zusammen mit dem Budokan Maintal als Ausrichter den alljährlichen Techniklehrgang Spezial. Das diesjährige Thema war: Der Schenkelwurf und Alles, was dazu gehört.
Der Referent war kein geringerer als Wolfgang Heindel. Wolfgang hat den 5. Dan im JJ, den 4. Dan Judo, ist Blackbelt 1st degree im BJJ und war JJ-Weltmeister. Weiterhin war er Kämpfer in der Judo Bundesliga und weiß definitiv bei dem gewählten Thema, wovon er spricht.
Der Schenkelwurf ist eine vielfältig einsetzbare Technik, welche häufig in der Ausübung Schwierigkeiten bereitet. Wolfgang hat die Technik für Anfänger und Fortgeschrittene von Anfang an aufgebaut, um jedem das Verstehen der Wirkungsweise um die Technik zu ermöglichen. Wer eine Technik versteht, kann diese auch selbstständig üben und somit auch verbessern, war sein Gedanke. 

Der Lehrgang bestand aus 2 Teilen. Im ersten Teil wurden koordinative Hinführungen zur Schenkelwurfbasisbewegung gezeigt. Danach stellte er ein Konzept zur Wurfvorbereitung und Gleichgewichtsbrechen vor. Dieses wurde mit Hilfe von praktischen Trainingsbeispielen von den Teilnehmern geübt und vertieft.  Wolfgang erläuterte auch nochmal, wie wichtig die optimale Vorbereitung und das Timing für den Wurf sind. Das Unterwandern des Schwerpunktes, sowie Druck und Zug waren hier auch  wichtige Elemente. Danach ging er auf die Bewegungsverwandschaft von zweibeinigen Würfen ein und anschließend wurde der Schenkelwurf in der Grundvariante gezeigt und trainiert.
Nach einer kurzen Pause ging es im  zweiten Teil des Lehrgangs weiter mit Beispielen des Schenkelwurfs für Prüfungen, danach ging Wolfgang noch auf die Variation für Wettkämpfe ein. Zum Abschluss zeigte er noch verschiedene Wurfvarianten und Weiterführungen. Die Teilnehmer bedankten sich mit großem Applaus und gingen mit einem tieferen Verständnis für einen optimalen Schenkelwurf nach Hause. Wer nicht dabei war, hat definitiv was verpasst!

Der HJJV dankt auch wieder dem Ausrichter Budokan Maintal für die optimale Betreuung der Veranstaltung.

Nachfolgend findet ihr noch ein paar Impressionen vom Lehrgang.

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Referent Öffentlichkeitsarbeit

So verteidigst du dich erfolgreich am Boden -  Kinder- und Jugendtechniklehrgang in Frankfurt

zum Jahresabschluss wurde in Frankfurt am 18.11.2017 der Kinder- und Jugendtechniklehrgang mit dem Thema „So verteidigst du dich erfolgreich am Boden“, vom PSV GW Frankfurt e. V. ausgerichtet.
Alle Teilnehmer wurden ihrem Alter entsprechend auf drei Mattenflächen aufgeteilt. Die jüngsten Ju-Jutsuka(8-10 Jahre) übernahm Victor Schegurow (2.Dan JJ, Trainer C). Bei ihm kam die Action auf keinen Fall zu kurz! Nach anschaulicher Anleitung verwandelten sich Ju-Jutsu-Kids, die Befreiungen aus den Haltepositionen im Boden übten, in „Mini-Katapulte“. Durch explosives Anheben des Beckens wurde der Haltegriff des Gegners rasch gelöst oder stark gelockert um die eigene Konteraktion vorzubereiten. Für das Training im Verein empfiehlt der Referent die spielerische Katapult-Übung mit verschieden schweren Gegenständen (Bspw.: verschieden große Schlagpolster) oder verschiedenen Partnern immer wieder ins Boden-Training einzubauen.

Eine Mattenfläche weiter trainierte Simone Schmitt-Jacobs (6.Dan JJ, Trainerin A) die 11-13 Jährigen. Im ersten Teil des Lehrgangs zeigte Simone verschiedenste Bewegungsformen am Boden, mit und ohne Partner. Im zweiten Teil nach der Pause legte Simone dann den Fokus auf Befreiungen in der Bodenlage. Damit das Erlernen und vertiefte Üben der Armstreckhebel im eigenen Verein ebenso locker und einfach geht, wie während unserem Lehrgang empfiehlt Simone sich von spielerischen Kontaktfolgen zur fertigen Technik hin zu arbeiten, so wird der Technik-Flow ebenso trainiert, wie die Technik selbst.

Bei den jugendlichen Ju-Jutsuka legte der Referent Sebastian Stumm (3.Dan JJ, Trainer C) seinen Schwerpunkt etwas außerhalb der klassischen, im Prüfungsprogramm enthaltenen Bodentechniken, rund um die  „Knee-on-Belly“-Position. Einen Vorteil bietet die Positon dahingehend, dass man beide Hände frei hat und somit sehr viele Möglichkeiten fortzufahren.
Einen besonderen Fokus hatte Sebastian auf die sogenannten „Sweeps“. Die Jugendlichen übten also im Flow aus ihrer eigenen Rückenlage, mit ein paar geschickten Bewegungen selbst in die „Knee-on-Belly“-Position zu gelangen. Sebastians Tipp um die Techniken im eigenen Verein weiter zu vertiefen beinhaltet, alles möglichst beidseitig in den gezeigten Flows mit vielen Wiederholungen zu üben.

Allgemein lässt sich sagen, dass egal auf welcher Mattenfläche sich die Kinder und Jugendlichen sich befanden, der Spaß auf keinen Fall zu kurz kam und hoffentlich jeder etwas für sich mit nehmen konnte.
An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an die Ausrichter des Lehrgangs und die leckere Bewirtung in der Pause mit Obst, selbstgebackenen Muffins und Kuchen.

Bild und Text: Patricia Schäffer


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